Behandlung
Zähne

Warum muss eine Prothese unterfüttert werden und wann?

Vollprothesen im zahnlosen Kiefer, aber auch Teilprothesen u. Ä. müssen perfekt auf dem Zahnfleisch, der Mundschleimhaut oder dem Gaumen aufliegen. Die Totalprothese bezieht ihren kompletten Prothesenhalt aus dem Ansaug- bzw. Unterdruck, der nur bei perfekter Passung optimal ist. Wenn Hohlräume bleiben oder Luft zwischen Haut und Prothese eindringen kann, lockert sich der Zahnersatz.

Die Notwendigkeit, eine Prothese zu unterfüttern, ergibt sich in der Regel durch Veränderungen in der Mundhöhle bzw. am Kieferknochen. So können sich das Zahnfleisch oder der Kieferknochen mit der Zeit zurückbilden oder verformen, was den Prothesenhalt verschlechtert oder zu einer Über- bzw. Fehlbelastung der Pfeilerzähne führt.

So können Freiendprothesen, die durch die eigenen Zähne gehalten werden, durch Knochenschwund am hinteren Ende zu weit einsinken, was auf Dauer dazu führt, dass die Kaukräfte abgeleitet werden und die abstützenden Zähne dadurch schief oder instabil werden. Da sich diese Veränderung langsam vollzieht, merkt man als Patient diese Veränderungen i.d.R. nicht.

Eine ältere Zahnprothese muss noch grundsätzlich intakt und funktionsfähig sein, damit sich die Unterfütterung lohnt. Je nach Alter des Zahnersatzes, aktuellem Befund und zahnärztlichem Rat kann es sinnvoller sein, eine neue Prothese anfertigen zu lassen, die von Anfang an besser und fester sitzt und womöglich auch schöner aussieht.

Wir Zahnärzte können das natürlich feststellen und Sie beraten.