Behandlung
Zähne

Parodontitis erhöht Risiko für Schlaganfall

Frühzeitige Therapie beugt vor - Zahnfleischbluten mit dem Zahnarzt abklären

Zahnfleischbluten halten viele für harmlos, weil es nicht weh tut. Steckt jedoch eine Parodontitis dahinter, ist sogar das Risiko eines Schlaganfalls deutlich erhöht. „Entzündungsherde im Mund wirken auf den gesamten Körper“.

Auch ohne akute Beschwerden wie Zahnfleischbluten oder Lockerung von Zähnen ist eine Untersuchung zwingend notwendig.

Bakterien, die mit Parodontitis assoziiert sind, schädigen den Zahnhalteapparat und sind die Hauptursache für vorzeitigen Zahnverlust beim Erwachsenen – vier Mal häufiger übrigens, als die gefürchtete Karies. Die Bakterien führen außerdem häufig zu verengten Blutgefäßen oder zu Blutgerinseln. Die frühzeitige Behandlung von Parodontitis ist deshalb eine wichtige Maßnahme zur Vorbeugung von Herzinfarkt, Schlaganfall und auch Frühgeburten.

Parodontitis ist kein Schicksal

Die Entzündung des Zahnhalteapparats ist kein Schicksal. Eine stabile Immunabwehr unterstützt den Körper in seiner Abwehr gegen die Angriffe schädlicher Bakterien. Bei Parodontitis haben krankmachende Bakterien in der Mundflora die Oberhand gewonnen – eine Entgleisung, die durchaus auch ei vorbildlicher Mundhygiene vorkommt. Stress, Fehl- und Mangelernährung, Nikotinkonsum, aber auch Stoffwechselstörungen, Diabetes und vermutlich genetische Veranlagung sind oft dafür verantwortlich. Frühzeitig erkannt, lässt sich die Parodontitis mit gutem Erfolg therapieren und die Gefahr für Folgeerkrankungen mindern.

Sanfte Therapieverfahren

Nach der Vorreinigung der Zahnfleischtaschen ist das Hauptziel der Behandlung den sog. Biofilm, der die Bakterien enthält, zu entfernen. Dies geschieht durch eine Wurzelglättung. Mit feinen Instrumenten werden die Wurzel gereinigt, geglättet und poliert. Dadurch wird eine glatte Oberfläche geschaffen, an der sich Beläge schlechter anheften können. Die Wurzelreinigung wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Sind besonders aggressive Bakterien an der Parodontitis beteiligt, muss mit bakterien-beeinflussenden Heilmitteln behandelt werden.